aus aktuellem Anlass…

Hallo liebe Zuhörer

Wir schlagen jetzt mal einen etwas ernsteren Ton an, weil wir gerne über etwas informieren möchten. Eine Sache die uns sehr wichtig ist.
Eines unserer Hauptthemen im Podcast ist die Welt des Pro-Wrestling und so behandeln wir natürlich auch das weltweit größte Unternehmen in dieser Sparte, die „WWE“. Vor einiger Zeit kündigte diese ein neues Payperview-Event an namens „Greatest Royal Rumble“. Dieses wird am 27. April diesen Jahres in Saudi Arabien abgehalten und genau da liegt Misere. Wir können durchaus verstehen, dass es einige begeisterte Wrestling-Fans in diesem Land gibt, die offene und vernünftige Menschen sind und einfach nur das genießen möchten, was wir auch tun. Gleichzeitig ist uns jedoch bewusst was sich im Moment in Saudi Arabien abspielt. Frauen, Angehörige der LGBTQI-Community sowie auch politische Opposition und religiöse Minderheiten werden dort noch immer gewaltsam unterdrückt und Menschenrechte sind quasi nicht vorhanden. Gefängnisstrafen sowie Todesstrafen nur dafür so zu sein, wie man ist sind an der Tagesordnung und zeichnen ein Bild eines Systems fernab von jeglicher Gerechtigkeit oder gar Gleichberechtigung aller Menschen. Wrestling ist unsere Leidenschaft und wir sind uns darüber im Klaren, wie oft und wie tief dabei in der Vergangenheit ab und an mal ins Klo gegriffen wurde wenn es um Niveau oder Klischees geht. All das ist allerdings kein Vergleich mit der Problematik in Saudi Arabien. Ein so großes Event dort abzuhalten und zu promoten heißt vor allem einzuwilligen in keiner weise kritisch gegenüber des Systems zu sein in welchem es stattfindet. Das zeigt schon die Tatsache, dass es kein einziges Frauenmatch geben wird obwohl seitens des Unternehmens vor einigen Monaten noch damit geprahlt wurde, die ersten gewesen zu sein welche ein solches Match in Saudi Arabien möglich machten. Weil es also seitens des Unternehmens keine Kritik geben wird, sehen wir als Berichterstatter in der Pflicht diese zu bringen. Wir bei Tochtermann & Söhne gehen allerdings noch einen Schritt weiter. Wir können und wollen nicht einfach zusehen und haben uns deshalb entschieden über den „Greatest Royal Rumble“ weder zu berichten noch diesen zu verfolgen. All das zu ignorieren ist jedoch genauso wenig richtig. Deshalb dieses Statement. Uns ist bewusst, dass wir all das nicht verhindern können. Aber vielleicht können wir zumindest einen Diskurs anstoßen denn der wird hier dringend gebraucht.

Wir verstehen, wenn jemand unsere Meinung nicht teilt, trotzdem rufen wir euch an dieser Stelle auf unserem Beispiel zu folgen und das Event zu boykottieren. Nicht nur als Wrestling-Fans sondern vor allem auch als vernünftige Menschen die nicht guten Gewissens zusehen können wie man Ablenkung auf etwas streut wovon man nicht ablenken sollte. Dieser Aufruf geht aber nicht nur an alle Fans sondern auch alle Berichterstatter im Pro-Wrestling Bereich. Wir bitten euch auf Berichte über das „Greatest Royal Rumble“ zu verzichten und stattdessen einen kritischen Blick auf die Umstände zu werfen. Die Wrestling-Community hatte auch schon im Fall der „Fabulous Moolah Memorial Battle Royale“ bewiesen, dass man bei so ernsthaften Dingen nicht einfach wegsieht und schweigt sondern laut und kritisch wird wenn etwas einfach nicht richtig und in Ordnung ist. Wir hoffen, dass dies auch hier der Fall sein wird. Wenn ihr diese Sache unterstützen möchtet, könnt ihr unser Statement gerne überall verteilen oder noch besser das Anliegen in euren eigenen Worten zum Ausdruck bringen. Wir bestehen hier weder auf Erwähnungen noch auf Lobpreisung. Uns ist nur wichtig, dass diese Kritik und dieser Aufruf Gehör findet und nicht kommentarlos verhallt.

Es danken für eure Aufmerksamkeit,

Liana und Bernd Tochtermann

 

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